Psychologie der Fotografie (Buchrezension)

29. Mai 2017
*Das Buch wurde mir vom DPunkt Verlag bedingungslos zur Verfügung gestellt, meine Meinung wurde davon in keinster Weiße beeinflusst*

Hallo ihr Lieben,
ich freue mich besonders euch heute das Buch "Psychologie der Fotografie: Kopf oder Bauch?" von Sven Barnow vorzustellen. Ich muss nämlich gestehen, dass ich schon sehr lange um dieses Buch herumgeschlichen bin, mir jedoch nicht sicher war ob es nicht eines dieser 0815 Bücher ist.
Aber zuerst ein paar Eckdaten.

Eckdaten


Titel: Psychologie der Fotografie: Kopf oder Bauch?
Autor: Prof. Dr. Sven Barnow
Erscheinungsdatum: 19. November 2015
Verlag: dPunkt Verlag
Preis: 22,90€ (D), 23,60€ (A) 


Klappentext


Sven Barnow, Fotografie, FotografiebuchIn diesem Buch geht es um die Kunst, Menschen zu fotografieren: authentisch, unverstellt, ohne Pose. Dafür ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Fotograf und Modell nötig. Elementare psychologische Kenntnisse können hierbei hilfreich sein. Der Psychologe und Fotograf Sven Barnow zeigt die Bedeutung von Intellekt und Emotion, also »Kopf und Bauch« für den Prozess des Fotografierens, gibt den Leser/innen Methoden an die Hand, fotografische Situationen der People-Fotografie besser zu meistern, zeigt ihnen Wege, die eigene Kreativität zu entwickeln, oder »Schaffenskrisen« zu überwinden. Der Text wird mit vielen Beispielen, Tipps und Übungen unterlegt. Außerdem kommen »Meister der Fotografie« zu diesen Themen in Interviews zu Wort und zeigen auch ihre Arbeiten.


Über den Autor


Prof. Dr. Sven Barnow leitet den Lehrstuhl für Klinische Psychologie/Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Er ist Psychotherapeut, Coach und Supervisor. Seit einigen Jahren verbindet Prof. Barnow seine Leidenschaft für die Fotografie mit der Psychologie. Als Fotograf geht es ihm vor allem darum, authentische Porträts zu erstellen. Außerdem möchte er Fotografinnen und Fotografen ermutigen, sich mehr Zeit für den fotografischen Prozess zu nehmen, die eigene Kreativität zu schulen und so einen eigenen achtsamen Stil zu entwickeln.


Sven Barnow, Fotografie, Fotografiebuch

Inhalt


Das Buch ist mit seinen fast 140 Seiten eines der dünneren, es ist etwas größer als A5 und ist in ein Softcover gebunden. Es umfasst insgesamt 9 Kapitel, die genauer darauf eingehen, wie sich die Psychologie und die Fotografie miteinander verbinden lassen, besonders bezogen auf die Portraitfotografie.

  1. Einführung
  2. Der fotografische Prozess als bewusstes Gestalten
  3. Coachen des Models: Die Kunst, Vertrauen aufzubauen
  4. Körpertechniken: Welche Bedeutung hat die Körperhaltung des Models?
  5. Kreativität
  6. Kopf-versus-Bauch
  7. Psychologie der Fotografie: Mindfulness
  8. Das Objektiv- und Kamera-Kaufen-Müssen-Syndrom
  9. Fototherapie und Fotografie als Selbsterfahrung/Erkundung
Der Autor gibt viele Einblicke in therapeutische Ansätze die einen beim Portraitshooting behilflich sein können. Diese Tipps umfassen zum Beispiel, wie man Vertrauen aufbaut und wie man die "wahre Seele" des Models fotografiert also die richtige Stimmung und den Charakter einfangen kann. Außerdem geht er in den Kapiteln auch sehr stark auf das Innere des Fotografen ein und stellt bereits zu Anfang die Hypothese auf, dass gute Portraitfotografen auch gute Psychologen seien.
Das ganze Buch über gibt er hier und da ein paar Tipps aus der Psychologie die man sehr gut auf die Fotografie anwenden kann.
Außerdem wird das ganze auch durch ein paar Interviews aufgelockert, welche Sven Barnow mit ein paar Fotografen geführt hat über deren Sicht zur Psychologie der Fotografie.
Ein sehr großes Kapitel in dem Buch nach das Thema "Kreativität" mit seinen 7 Bestandteilen (Motivation, Achtsamkeit, Erfahrung/Wissen, Enthusiasmus, Selbstbewusstsein, Praxis und Perspektivewechsel) ein.
Hierzu gab er auch immer wieder Übungen und Tipps wie man seine eigene Kreativität fördern kann.

Sven Barnow, Fotografie, Fotografiebuch
 

Meine Meinung


Psychologie und Fotografie - Zwei Themen, über die ich vor diesem Buch gesagt hätte, dass sie nicht unbedingt viel miteinander zu tun haben. Jetzt aber kann ich ganz klar beantworten: Es hat etwas miteinander zu tun, sehr viel sogar!
Ich finde das Buch richtig gelungen und kann es nur jedem der sich näher mit der Portraitfotografie beschäftigen möchte empfehlen! Am besten hat mir das Kapitel über Kreativität gefallen, da man die Übungen auch sofort umsetzten konnte und es einen wirklich weitergebracht hat. Auch wenn es sehr dünn ist im Gegensatz zu anderen Fotografiebüchern, konnte ich daraus mehr lernen als aus vielen anderen. Außerdem wurde überhaupt nicht auf die Technik eingegangen, was ich persönlich super finde, da es dafür genügend andere Bücher gibt.
Was mit weniger gut gefallen hat, ist das es ein Softcover ist. Bereits nach einer Woche sind bei mir schon einige Macken im Cover, sehr schade! Die Interviews an sich haben mir sehr gut gefallen, um einen anderen Blick auf das ganze zu bekommen, jedoch waren sie mir leider teils auch einfach zu lange.

Sven Barnow, Fotografie, Fotografiebuch
Kanntet ihr das Buch schon? Und welche Fotobücher könnt ihr mir empfehlen?

xoxo


Kommentare:

  1. Das Buch kenne ich schon und es ist auch eines meiner liebsten Fotografiebücher! Ich kann deiner Meinung nur beipflichten, es ist wirklich super, dass das Buch mal nicht die gleiche 0815 Technik wie alle anderen Bücher beschreibt.
    Eine sehr schöne Rezension!

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  2. Huhu.

    Sehr schöne Vorstellung des Buches. An sich, klingt es recht interessant. Dennoch nicht ganz mein Gebiet. Selber kenne ich keine Fotobücher.

    Alles liebe

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  3. Hallo

    Danke für die Buchvorstellung. Ist wirklich ein interessantes Buch. Ich bin "nur" Hobby Fotografin und mache keine Portraits, maximal von meiner Tochter. Klappt meist ganz gut ;)

    Liebe Grüße
    Nadine

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  4. Ich darf zur Zeit ein Fotografiebuch testen und finde die Thematik in deinem Buch auch sehr interessant! Fotografie und Psychologie hätte ich sonst nie in einem Kontext gesehen!

    Liebe Grüße
    Jana

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