Makrofotografietipps

11. Dezember 2015



Hey ihr Lieben,
ich persönlich finde ja das die Makrofotografie  der spanneste Bereich der Fotografie ist, deswegen habe ich euch heute mal meine 7 Tipps dafür aufgeschrieben.



1. Man muss sich auch mal in den Dreck legen
Viele der interessanten Motive im Bereich der Makrofotografie befinden sich weiter unten, wie zum Beispiel Pflanzen/Blumen. Deswegen ist es auch mal nötig, sich auf den Boden zu legen, gerade auch um sehr interessante Perspektiven zu bekommen. Sich hinzuhocken geht zwar auch, wird auf Dauer jedoch sehr ungemütlich.



2. Probiere verschiedene Perspektiven aus
Wie ihr bei Tipp 1 bereits schon lesen konntet, finde ich verschiedene Perspektiven in der Makrofotografie sehr wichtig, eine Blume fotografieren kann jeder. Damit es jedoch interessant aussieht, müsst ihr eine interessante Perspektive wählen. Am besten nehmt ihr euch ein Motiv und fotografiert es von oben, unten, rechts, links und so weiter. Später könnt ihr auch auf der Kamera anschauen, was gut aussieht und was nicht. Irgendwann entwickelt man dann ein Gespür dafür welche Perspektive da gut aussehen könnte.



3.Gutes Licht ist sehr wichtig
Gerade, da man etwas sehr kleines nah ranholt (was ja irgendwie der Sinn bei der Makrofotografie ist), braucht man selbstverständlich gutes Licht. Außerdem keine störenden Schatten. Wovon ich bereits von anderen gehört habe, aber selber nie ausprobiert habe, sind Ringleuchten.

4. Sei geduldig (bei Tieren)
Wenn man Tiere fotografieren möchte, muss man sich sehr ruhig und entspannt verhalten, da man natürlich sehr nah an die Tiere ran muss. Oft braucht man dabei sehr viel Geduld. Wovon ich auch schon gehört habe ist, dass manche Fotografen einfach mal eine Libelle getötet haben und sie dann posieren haben lassen. So etwas finde ich einfach nur grauenhaft!



5. Geh noch näher dran
 "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran." - Robert Capa
Dieses Zitat von Robert Capa ist eigentlich auf die Reportagenfotografie bezogen, passt aber auch in die Makrofotografie gut rein, wie ich finde. Denn man kann einfach fast nie nah genug an einem Motiv dran sein. Klar, wenn es unscharf wird, ist es zu nah. Allerdings finde ich, ist es auch die Aufgabe der Makrofotografie (bzw. die des Fotografen) kleine für andere unsichtbare Dinge sichtbar zu machen.



6. Das passende Equipment
Leider braucht man für die Makrofotografie ein wenig Zubehör und die Objektive sind leider auch etwas teurer, jedoch gibt es auch Alternativen.
Nahlinsen werden wie Filter vorne an das Objektiv dran geschraubt und sind auch die günstigste Alternative hier. Normalerweise gibt es 4 Stufen: +1, +2, +4, +10
Mit einem Retroadapter kann man das Objektiv umgekehrt auf die Kamera schrauben, dadurch kommt man ebenfalls sehr nah an das Motiv ran.
Außerdem natürlich das Makroobjektiv, mit der besten Bildqualität und auch Schärfe unter diesen 3 Möglichkeiten. Allerdings auch weitaus die teuerste.
Ich würde euch raten am Anfang mit Nahlinsen oder Retroadapter anzufangen und dann später, wenn es euch Spaß macht, auf ein Makroobjektiv umzusteigen.



7. Nichts verwackeln
Da man natürlich beim Makro kleine Dinge stark vergrößert, ist es sehr schwer nicht verwackelte Bilder zu machen. Aus diesem Grund würde ich euch immer empfehlen ein Stativ zu verwenden oder eure Hand irgendwo Ruhig abzulegen. Außerdem auf gute Lichtverhältnisse achten und eine kurze Verschlusszeit verwenden.

Habt ihr die Makrofotografie schonmal ausprobiert? Wenn ja, hat es euch Spaß gemacht?

xoxo

Kommentare:

  1. Toller Post, hast das Thema auf jeden Fall gut beleuchtet. Ich stehe ja auch total auf Macro Fotografie. Eine Ringleuchte habe ich sogar auch wenn man sehr nah ans Motiv rangeht kann das auch wirklich was ausmachen, aber ich habe auch nur die billigste überhaupt..

    P.S.: die Überschrift von Punkt 4 ist anders formatiert als alle anderen ;)
    Liebe Grüße, Eva!

    AntwortenLöschen
  2. Vielleicht noch ein kleiner Zusatztipp: Bei der Makrofotografie hat man ja oft das Problem des zu kleinen Schärfetiefenbereichs selbst bei stark geschlossener Blende (wo man dann wieder Gefahr läuft in den Bereich der Beugungsunschärfe zu kommen) weil man so nah am Objekt ist. Hier ist Focus-Stacking eine gute Methode, den ganzen gewünschten Bereich scharf zu bekommen. Aber darüber könnte man fast einen eigenen Artikel schreiben, daher hier nur ganz knapp: man arbeitet mit Stativ und macht mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Schärfebereichen, die man hinterher von einer speziellen Software zusammenrechnen lässt.

    AntwortenLöschen
  3. Makrofotografie mag ich auch sehr.
    Die Bilder in dem Beitrag sind wirklich sehr gelungen !
    Guter Post !

    AntwortenLöschen
  4. Auch ich finde die Makrofotographie sehr interessant. Allerdings fotographiere ich erst seit einem Jahr. Bin also noch ein blutiger Anfänger. Da ich weder ein Makroobjektiv noch Linsen habe, beschränkt sich meine Vergösserung auf das heranholen der Objekte auf dem PC.Aber auf der Wunschliste steht es ganz weit oben.
    lg Gabriele ☼

    AntwortenLöschen
  5. Super klasse und danke für die Tipps. Jetzt hätte ich gleich eine Frage dazu. Da, wie du auch so schön schreibst, die Objektive sehr teuer sind, habe ich mir Zwischenringe besorgt um den Abstand zu verringern. Natürlich muss ich dadurch auf manuell umstellen. Okay, leider bekomme ich nur ein unscharfes Bild und das Licht ist zu wenig und es rauscht nur. Mache ich vielleicht etwas falsch?!
    Danke

    AntwortenLöschen